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AHA, BHA, PHA: Welches Peeling ist das richtige für dich?

Irena Schulze 14. Juni 2026
Ein Fläschchen mit AHA/BHA/PHA Peeling und die passende Verpackung.

Inhaltsverzeichnis

AHA, BHA und PHA sind drei Wirkstoffgruppen, die in der Hautpflege oft in einem Atemzug genannt werden, in der Wirkung aber deutlich auseinandergehen. Wer glattere Haut, weniger verstopfte Poren oder eine mildere Exfoliation sucht, sollte genau wissen, welches Säurekonzept wirklich zum eigenen Hautbild passt.

Ich sortiere diese Stoffe gern nach ihrem Job: AHA arbeiten vor allem an der Hautoberfläche, BHA greifen tiefer in porenverstopfte Bereiche ein und PHA sind die sanftere Option für Haut, die schnell reagiert. Genau diese Unterschiede machen den Unterschied zwischen sichtbarem Glow und gereizter, überpflegter Haut.

Die drei Säuregruppen lösen unterschiedliche Hautprobleme

  • AHA glätten vor allem die Oberfläche und sind spannend bei fahler, trockener oder unebener Haut.
  • BHA sind öllöslich, arbeiten in den Poren und passen oft besser zu Mitessern und glänzender Haut.
  • PHA exfolieren sanfter und sind meist die angenehmere Wahl für empfindliche oder reaktive Haut.
  • Ein gutes Ergebnis kommt nicht von möglichst vielen Säuren, sondern von der richtigen Kombination und Dosierung.
  • Wer mit Säuren arbeitet, braucht morgens konsequent SPF 30 oder höher.

Was AHA, BHA und PHA in der Hautpflege eigentlich sind

Alle drei Gruppen gehören zu den chemischen Exfoliantien. Sie lösen abgestorbene Hornzellen nicht mechanisch ab, sondern lockern die Bindungen zwischen den Zellen. Dadurch wirkt die Haut glatter, Produkte können besser einziehen und Unreinheiten werden oft sichtbarer reduziert. Die Cleveland Clinic beschreibt AHA als wasserlöslich und BHA als öllöslich - genau daraus erklärt sich schon der wichtigste Praxisunterschied.

Bei den AHA denke ich vor allem an Glycolsäure, Milchsäure und Mandelsäure. Sie arbeiten an der Oberfläche, verbessern eine raue Textur und können bei Pigmentflecken oder ersten feinen Linien sinnvoll sein. BHA steht in der Praxis fast immer für Salicylsäure. Sie ist öllöslich, kommt also dort an, wo sich Talg sammelt. PHA wie Gluconolacton oder Lactobionsäure sind die mildere Variante: größere Moleküle, langsamere Penetration und oft eine bessere Verträglichkeit.

Für mich ist die Merkhilfe simpel: AHA glätten, BHA reinigen, PHA beruhigen und sanft verfeinern. Das ist keine starre Regel, aber ein guter Startpunkt, um Produkte nicht zufällig, sondern zielgerichtet auszuwählen. Und genau diese Unterscheidung hilft im nächsten Schritt bei der konkreten Entscheidung.

Woran sich die drei Gruppen im Alltag unterscheiden

Die Theorie ist nützlich, aber im Regal zählt am Ende die Anwendung. Deshalb schaue ich auf Wirkung, Hautbild, Verträglichkeit und typische Konzentrationen. Die Werte unten sind Orientierungsbereiche für Leave-on-Produkte, also Formulierungen, die auf der Haut bleiben. Reiniger und Waschlotionen funktionieren oft milder.

Wirkstoffgruppe Hauptwirkung Typische Orientierung Passt oft zu Worauf ich achte
AHA Glättet die Oberfläche, fördert gleichmäßigere Hauttextur und mehr Glow Meist 5 bis 10 % in Leave-on-Produkten Fahle, trockene, sonnengeschädigte oder unruhige Haut Kann brennen oder reizen, morgens SPF ist Pflicht
BHA Löst Talg in den Poren und hilft gegen Mitesser Oft 0,5 bis 2 % Salicylsäure Ölige, glanzige, akneanfällige Haut Kann austrocknen, deshalb langsam einschleichen
PHA Sanfte Exfoliation mit vergleichsweise guter Verträglichkeit Häufig 3 bis 10 % je nach Produkt Sensible, trockene oder reaktive Haut Wirkt oft subtiler, dafür meist angenehmer

Wenn ich nur einen Satz behalten müsste, wäre es dieser: AHA arbeiten eher außen, BHA eher in den Poren, PHA am schonendsten. Das ersetzt keine individuelle Hautanalyse, aber es verhindert viele Fehlkäufe. Und genau damit wird die Frage wichtiger, welcher Wirkstoff zu welchem Hautbild wirklich passt.

Welcher Wirkstoff zu welchem Hautbild passt

Ich entscheide nie zuerst nach Trend, sondern nach Problem. Wer Mitesser und einen öligen Glanz in der T-Zone hat, braucht etwas anderes als jemand mit trockener, gespannter oder schnell geröteter Haut. AHA, BHA und PHA können alle sinnvoll sein, aber eben nicht für dieselbe Ausgangslage.

Bei Mitessern und öliger Haut

Hier hat BHA meist die beste Ausgangslage. Salicylsäure löst sich in Öl, kommt also in den Porenbereich hinein und hilft dort, Talg und Ablagerungen zu lösen. Das macht sie für schwarze Punkte, geschlossene Komedonen und eine dauerhaft glänzende Stirn oft interessanter als AHA. Die American Academy of Dermatology setzt bei unreiner Haut ebenfalls auf sanfte, nicht austrocknende Pflege statt auf aggressive Kombinationen.

Bei fahler, rauer oder ungleichmäßiger Haut

Hier sind AHA oft die stärkere Wahl. Glycolsäure wirkt eher intensiv, Milchsäure ist meist etwas sanfter, Mandelsäure liegt irgendwo dazwischen und wird von vielen als alltagstauglicher empfunden. Ich greife zu AHA, wenn die Haut stumpf wirkt, sich rau anfühlt oder die Textur sichtbar unruhig ist. Auch bei Pigmentflecken nach Pickeln können sie sinnvoll sein, solange die Haut nicht schon gereizt ist.

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Bei empfindlicher oder schnell gereizter Haut

In diesem Fall beginne ich lieber mit PHA. Sie exfolieren langsamer, sitzen mehr an der Oberfläche und werden deshalb oft besser toleriert. Das heißt nicht, dass PHA für jede sensible Haut automatisch perfekt sind, aber sie sind häufig der vernünftigere Einstieg, wenn die Haut schon auf Parfum, Retinoide oder starke Peelings reagiert. Bei Rosazea oder einer gestörten Hautbarriere würde ich immer sehr vorsichtig und eher mit kleinen Schritten arbeiten.

  • Kombinationshaut: BHA in der T-Zone, PHA oder milde AHA an anderen Abenden.
  • Reife Haut: AHA oder PHA, je nachdem, wie trocken und empfindlich die Haut ist.
  • Sehr reaktive Haut: erst die Barriere stabilisieren, dann ein sanftes PHA-Produkt testen.

Diese Zuordnung ist kein Dogma, aber sie spart Zeit, Geld und Frust. Und sobald klar ist, welcher Wirkstoff das Problem überhaupt lösen soll, geht es um die Frage, wie man ihn einsetzt, ohne die Hautbarriere zu stressen.

So baue ich Säuren in eine Routine ein, ohne die Haut zu überfordern

Der größte Fehler ist für mich nicht die falsche Säure, sondern die falsche Dosis in der Zeit. Zu oft, zu schnell, zu viele Wirkstoffe gleichzeitig - so kippt selbst ein gutes Produkt. Mein pragmatischer Ansatz ist deshalb: abends starten, langsam steigern und die Routine so schlicht wie möglich halten.
  1. Mit sauberer, trockener Haut beginnen. Nach der Reinigung die Haut kurz abtrocknen, damit ein starkes Produkt nicht unnötig scharf wirkt.
  2. Nur ein neues Exfoliant gleichzeitig einführen. So erkenne ich, was tatsächlich hilft und was reizt.
  3. Am Anfang 1 bis 2 Mal pro Woche anwenden. Wenn die Haut ruhig bleibt, kann man je nach Produkt auf 2 bis 3 Anwendungen steigern.
  4. Danach eine einfache Feuchtigkeitspflege auftragen. Gute Begleiter sind Ceramide, Glycerin, Panthenol oder Squalan.
  5. Am Morgen immer Sonnenschutz mit SPF 30 oder höher nutzen. Säuren machen die Haut nicht automatisch sonnensensibilisiert, aber sie erhöhen die Relevanz von UV-Schutz deutlich.

Wichtig ist auch die Produktform: Ein Serum oder Leave-on-Toner wirkt meist stärker als ein Reinigungsprodukt mit denselben Inhaltsstoffen, weil es länger auf der Haut bleibt. Wer sehr vorsichtig starten will, ist mit einem milden PHA-Produkt oder einem sanften AHA-Reiniger oft besser beraten als mit einem hoch dosierten Peeling.

Die häufigsten Fehler bei AHA, BHA und PHA

Ich sehe bei Säuren immer wieder dieselben Stolpersteine. Das Problem ist selten der Wirkstoff an sich, sondern die Erwartung, dass mehr automatisch schneller besser ist. Hautpflege funktioniert in der Praxis aber eher wie Training: Reiz setzt einen Anpassungsprozess voraus, Überlastung führt zu Rückschritt.

  • Zu schnell zu oft: Ein gutes Produkt braucht oft 2 bis 4 Wochen, bis sich eine faire Einschätzung lohnt.
  • Mehrere starke Wirkstoffe gleichzeitig: AHA am Abend, Retinoid dazu, noch ein Peeling obendrauf - das ist für viele Hauttypen zu viel.
  • Mechanische Scrubs zusätzlich einsetzen: Bürsten, Peelings mit Körnchen und Säuren gleichzeitig erhöhen das Irritationsrisiko deutlich.
  • Warnsignale ignorieren: Brennen, Spannungsgefühl, flächige Rötung oder Schuppen sind kein Zeichen von "es wirkt", sondern oft von Überforderung.
  • SPF unterschätzen: Wer morgens keinen Sonnenschutz nutzt, verspielt einen Teil des Effekts und erhöht das Risiko für Irritationen.

Ein weiteres Missverständnis ist das sogenannte Purging. Dabei können anfangs kleine Unreinheiten auftauchen, weil sich die Haut schneller erneuert. Wenn aber starkes Brennen, diffuse Rötung oder eine insgesamt rauere, empfindlichere Haut dazukommen, ist das eher Irritation als Purging. Dann sollte man pausieren, vereinfachen und die Frequenz deutlich senken.

Welchen Einstieg ich für die meisten am vernünftigsten finde

Wenn ich eine Hautpflegeroutine von null aufbaue, würde ich nicht mit dem stärksten Peeling beginnen. Ich würde den Einstieg vom Hautbild abhängig machen und immer das mildeste Produkt wählen, das das eigentliche Problem noch sinnvoll trifft.

  • Empfindliche oder unsichere Haut: mit PHA starten, 1 bis 2 Mal pro Woche.
  • Mitesser und ölige T-Zone: BHA wählen, langsam steigern und die Haut genau beobachten.
  • Fahle oder raue Haut: ein mildes AHA wie Milchsäure oder Mandelsäure testen.
  • Mehrere Probleme gleichzeitig: nicht alles auf einmal lösen wollen, sondern priorisieren.

Mein Fazit aus der Praxis ist klar: Der beste Wirkstoff ist nicht der aggressivste, sondern der, den die Haut regelmäßig und ohne Stress verträgt. Wer AHA, BHA und PHA so einsetzt, bekommt meist mehr Glätte, klarere Poren und weniger Reizung als mit wilden Kombinationen. Genau darin liegt der eigentliche Unterschied zwischen guter und nur theoretisch guter Hautpflege.

Häufig gestellte Fragen

AHA (Alpha-Hydroxysäuren) wirken hauptsächlich auf der Hautoberfläche für Glanz und Textur. BHA (Beta-Hydroxysäuren) sind öllöslich und reinigen Poren tiefenwirksam. PHA (Poly-Hydroxysäuren) sind die sanfteste Option für empfindliche Haut.

BHA, insbesondere Salicylsäure, sind ideal für ölige, zu Unreinheiten neigende Haut. Sie helfen, verstopfte Poren zu klären, Mitesser zu reduzieren und überschüssigen Talg zu kontrollieren, da sie öllöslich sind und tief in die Poren eindringen.

Ja, aber mit Vorsicht. Es ist oft besser, sie an verschiedenen Abenden zu verwenden oder Produkte mit einer milden Kombination zu wählen, um Überreizung zu vermeiden. Achte auf die Reaktion deiner Haut und verwende immer Sonnenschutz.

Ja, PHA sind aufgrund ihrer größeren Molekülgröße und langsameren Penetration die sanfteste Wahl unter den chemischen Peelings. Sie spenden oft Feuchtigkeit und sind ideal für trockene, empfindliche oder reaktive Hauttypen, die andere Säuren nicht vertragen.

Beginne 1-2 Mal pro Woche und steigere die Anwendung langsam, je nach Verträglichkeit deiner Haut. Wichtiger als die Häufigkeit ist die Konsistenz und die Beobachtung deiner Haut, um Überreizung zu vermeiden. Immer morgens SPF 30+ nutzen!

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Autor Irena Schulze
Irena Schulze
Mein Name ist Irena Schulze und ich bringe 7 Jahre Erfahrung im Bereich Beauty, Haarpflege und Lifestyle Trends mit. Schon früh habe ich eine große Leidenschaft für alles entwickelt, was mit Schönheit und persönlichem Stil zu tun hat. Diese Begeisterung treibt mich an, meine Leser über die neuesten Trends und bewährte Tipps zu informieren, die das Leben schöner und einfacher machen. In meinen Artikeln konzentriere ich mich darauf, komplexe Themen verständlich zu erklären und nützliche Informationen zu bieten, die auf aktuellen Trends basieren. Ich recherchiere gründlich, vergleiche verschiedene Quellen und organisiere mein Wissen klar, um sicherzustellen, dass meine Leser stets gut informiert sind. Mein Ziel ist es, praktische Ratschläge zu geben, die im Alltag umsetzbar sind, und dabei stets aktuelle und präzise Informationen zu liefern.

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